Dank Entbürokratisierung…..zunächst nur eingeschränkter Versand in das europäische Ausland möglich…

Überraschung, Überraschung, nicht die “böse EU”, sondern das eigene Parlament hat es verbockt…!

“Seit 12. August 2026 entfalten die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) und das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) erstmals Wirkung. Das VerpackDG löst das bisherige Verpackungsgesetz ab und sorgt für eine BÜROKRATIEARME Begleitung der neuen europäischen Vorgaben” Quelle: Deutscher Bundestag.

Abgestimmt für das Gesetz haben Union und SPD, dagegen gestimmt haben Grüne, Linke und AfD.

BÜROKRATIEARM? Welche hochbezahlten Vollhorsts haben verschlafen, dass es grundlegende Unterschiede zwischen dem Otto-Versand mit seinen 13 Millionen Kunden und kleinen Online-Händlern gibt, die monatlich zwei oder drei Sendungen ins EU-Ausland versenden.

Die drei Kernpflichten im Inland sind: Registrierung im LUCID-Register, Beteiligung (d.h. Bezahlung) an einem dualen System (metaphorisch: Lizenzierung) und die jährliche Datenmeldung.

Versendet ein Kleinstunternehmer aus Deutschland im Jahr nur je ein Paket nach Belgien, Österreich, Frankreich und Polen, gibt es eine Pflicht für jedes einzelne EU-Zielland, in das geliefert wird, einen offiziellen Bevollmächtigten zu benennen. Dieser Bevollmächtigte übernimmt vor Ort die abfallrechtlichen Pflichten,

Es gibt keine Bagatellgrenze: Diese Pflicht gilt strikt unabhängig davon, wie klein die Menge ist, die dorthin verschickt wirkt (es gibt keine Freimengen oder Ausnahmen für Kleinversender).

Zusätzlich müssen die dort anfallenden Verpackungsmengen über die jeweiligen nationalen Systeme des Ziellandes lizenziert (d.h. bezahlt) und gemeldet werden.

Wenig tröstlich, dass Zusammenschlüsse wie der Händlerbund jetzt pragmatische Ausnahmeregelungen und Freigrenzen fordern. Diese Bedenken hätte man auch während des Gesetzgebungsprozesses äußern können. Wobei: für die Platzhirsche Lidl, Otto, Kaufland, Rewe oder Zalando ändert sich eigentlich nichts – außer dass die Konkurrenz durch kleine Versender geringer wird.  Also: untertänigsten Dank an Regierung und Interessenvertretung für mehr Bürokratie und mehr Kosten….nein, Danke für Nichts ihr Vollhorsts.

(Noch habe ich die Hoffnung, dass es Ausnahmeregelungen für Kleinversender wie mich geben wird – bis dahin lasse ich Bestellungen aus EU-Ländern unter der Bedingung zu, dass die Verpackungsmaterialien zur Wiederverwendung an mich zurückgesendet werden.)