<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Flachsshop &#187; Egon Heger</title>
	<atom:link href="https://shop.flachs.de/author/heger/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://shop.flachs.de</link>
	<description>Produkte aus Flachs</description>
	<lastBuildDate>Mon, 13 Apr 2026 19:44:01 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.1.42</generator>
	<item>
		<title>Saatgut Faserlein bald wieder in relevanten Mengen verfügbar – interessante neue Sorten im Angebot</title>
		<link>https://shop.flachs.de/saatgut-faserlein-bald-wieder-in-relevanten-mengen-verfuegbar-interessante-neue-sorten-im-angebot/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/saatgut-faserlein-bald-wieder-in-relevanten-mengen-verfuegbar-interessante-neue-sorten-im-angebot/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 14:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=6442</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Für die Kampagne 2026/2027 bieten wir ein breites Spektrum an Sorten für den Kleinanbau von sommeranuellem Faserlein oder Flachs an. Unser Saatgut ist gesund und ungebeizt. Dies erlaubt sowohl eine Aussaat mit ungeschützer Hand als auch den Verzehr von Keimlingen / MIkrogreens als vorbeugende Ernährung in Zusammenhang mit Brustkrebs aufgrund des hohen Gehaltes der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2026/02/WendeEntsamShop.jpg"><span style="color: #000000"><strong>Für die Kampagne 2026/2027 bieten wir ein breites Spektrum an Sorten für den Kleinanbau von sommeranuellem Faserlein oder Flachs an. Unser Saatgut ist gesund und ungebeizt. Dies erlaubt sowohl eine Aussaat mit ungeschützer Hand als auch den Verzehr von Keimlingen / MIkrogreens als vorbeugende Ernährung in Zusammenhang mit Brustkrebs aufgrund des hohen Gehaltes der Keimlinge an Lignanen.</strong></span><img class="alignnone  wp-image-6439" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2026/02/WendeEntsamShop-500x500.jpg" alt="" width="670" height="670" /></a></p>
<p>Dies ist eine Maschine, die in einem Arbeitsgang das geraufte und getrocknete Faserleinstroh wendet und gleichzeit die Kapseln abtrennt und Samen ausdrischt &#8211; ein Wunderwerk der Technik mit großer Flächenleistung (etwa 2,5 Hektar die Sunde) und super Saatgutqualität (99% Reinheit der Samen)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Felice</strong></p>
<p>hat  einen hohem Stroh- und Faserertrag (102 bzw. 103%) und weist sehr gute Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand auf.  Daneben weist Felice eine eher zögerliche Jugendentwicklung verbunden mit einer  mittelspäten Abreife auf, wobei die Sorte unter ungünstigen Bedingungen (Regen und Wind während der Blüte) relativ leicht ins Lager geht.  Resistent gegen Fusarium, sehr resistent gegen Flachsbrand, nicht resistent gegen Mehltau.</p>
<p>Packungsgrößen 50g und 1 kg</p>
<p><strong>Avian</strong></p>
<p>weist einen mittlerem Strohertrag (100%) und mittleren Faserertrag (101%) auf, hat eine sehr guter Resistenz gegen Fusarium jedoch nur mittlerer Resistenz gegen Flachsbrand und keine Resistenz gegen Mehltau. Avian hat eine relativ schnelle Jugendentwicklung und eine eher frühe Abreife.  Avian war lange Zeit aufgrund ihrer Eigenschaftskombination eine Standardsorte, nun aber wird sie von neueren Sorten mit höherem Ertragspotenzial verdrängt. Avian ist dieses Jahr nur in Kleinpackungen lieferbar.</p>
<p>Packungsgröße 50 g</p>
<p><strong>Christine</strong></p>
<p>weist einen überdurchschnittlichem Strohertrag (102%) und einen überdurchschnittlichen  Faserertrag (102%) bei sehr guten Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand und vergleichsweise schneller Jugendentwicklung bei mittlerer Lagerneigung und mittelspäter Ernte auf. Nach meinen Erfahrungen eine der unproblematischeren Sorten.   Resistent gegen Fusarium, empfindlich gegen Flachsbrand, nicht resistent gegen Mehltau</p>
<p>Packungsgrößen 50g und 1 kg</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Celeste</strong></p>
<p>weist einen hohem Strohertrag (105%) und hohem Faserertrag (107%) bei mittleren Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand aber vergleichsweise schneller Jugendentwicklung und sehr früher Ernte auf – aus pflanzenphyiologischen Gründen (Massenbildung eilt Festigungsgewebe voraus)  reagiert Celeste aber unter ungünstigen Bedingungen lagersensibel. Celeste ist dieses Jahr nur in Kleinpackungen lieferbar.</p>
<p>Packungsgröße 50 g</p>
<p><strong>Tango</strong></p>
<p>weist einen weit überdurchschnittlichen Strohertrag 105% , guten Samenertrag (bis zu 9% der Erntetrockenmasse) und weit überdurchschnittlichen Faserertrag (105%) auf, reagiert aber sensibel auf Bodenverdichtungen. Nach meinen Erfahrungen die ideale Sorte um handwerklich Röstversuche zu unternehmen (ich habe Herbst 2025 aus geriffeltem Tauröststroh von Tango 36% Langflachs und aus geriffeltem Stroh aus modifizierter Wasserröste 38% Langflachs bei jeweils  nur 2-3% Schwungwerg auf einer flämischen Mühle erschwungen)</p>
<p>Packungsgrößen 50g und 1 kg</p>
<p><strong>Delta</strong></p>
<p>schafft den Spagat zwischen hohem Langfaserertrag , leichter Schwingbarkeit und gutem Samenertrag ähnlich gut wie Tango, unter guten Bedingungen (&gt;1800 Pflanzen je m2 und nicht zu später Ernte mit nochmals feineren Fasern als Tange. Dies bei guten Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand und vergleichsweise schneller Jugendentwicklung bei mittlerer Lagerneigung und mittelspäter Ernte auf.</p>
<p>Packungsgrößen 50g und 1 kg</p>
<p><strong>Eloise</strong></p>
<p>weist einen sehr hohem Strohertrag (106%) und hohem Faserertrag (108%) bei mittleren Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand jedoch Empfindlichkeit gegen Mehltau auf. Eloise hat eine vergleichsweise schnelle Jugendentwicklung und bietet eine mittelfrühe Ernte – aus pflanzenphyiologischen Gründen (Massenbildung eilt Festigungsgewebe voraus)  reagiert Eloise aber unter ungünstigen Bedingungen lagersensibel. Eloise hat gute Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand, jedoch keine Resistenz gegen Mehltau.</p>
<p>Packungsgrößen 50g und 1 kg</p>
<p>Nicht alle Sorten können als 1 kg Packung angeboten werden. Meine Einkaufspreise haben sich 2026 leider um weitere 28%  erhöht. möglichweise hängt das damit zusammen, dass ich nur unbehandeltes (d.h. nicht mit Pflanzenschutzmittel gebeiztes) Saatgut abnehme und dies auch bei weitem nicht LKW-weise.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/saatgut-faserlein-bald-wieder-in-relevanten-mengen-verfuegbar-interessante-neue-sorten-im-angebot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>update 28. April Flachsflächen 2025 &#8211; Sommerflachs leidet besonders unter Trockenheit, dann Regen und Sturm</title>
		<link>https://shop.flachs.de/flachsflaechen-2025-leiden-unter-trockenheit/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/flachsflaechen-2025-leiden-unter-trockenheit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2025 13:29:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5995</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Update Blüte &#160; Nicht nur Trockenheit, auch punktuell heftige Regenfälle und Starkwinde haben den Aufwuchs 2025 beeinflusst. Flachs ist eine wunderbare Kultur, wenn er gleichmäßig in der Höhe und aufrecht stehend bei trockenem Wetter gerauft werden kann. Leider ist das nicht immer der Fall. Eine ganze Reihe von Ursachen kann dazu führen, dass Flachs [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Update Blüte</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nicht nur Trockenheit, auch punktuell heftige Regenfälle und Starkwinde haben den Aufwuchs 2025 beeinflusst.</p>
<p>Flachs ist eine wunderbare Kultur, wenn er gleichmäßig in der Höhe und aufrecht stehend bei trockenem Wetter gerauft werden kann. Leider ist das nicht immer der Fall.</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/07/faulender-Lagerflachs-blog.jpg"><img class="  wp-image-6181 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/07/faulender-Lagerflachs-blog-667x500.jpg" alt="" width="480" height="359" /></a>Eine ganze Reihe von Ursachen kann dazu führen, dass Flachs ins Lager geht, d.h. zu Ernte mehr oder weniger platt auf dem Boden liegt. Zu diesen Ursachen gehören beispielsweise Starkregen und/oder Starkwinde, Baumschatten  am Feldrand, Insektenbefall, systemische Pilzerkrankungen, zu viel Stickstoff oder zu wenig Zink bzw. Kalium im Boden, eine zu hohe Bestandesdichte oder eine sensible Sorte.</p>
<p>Wichtig ist auch der Zeitpunkt, zu dem der Flachs ins Lager gegangen ist: Regen und Starkwind kurz vor oder zu Beginn der Blüte führen, insbesondere wenn  einige bedeckte nasse Tage folgen meist zu einem irresversiblen Lager, bei dem die Flachspflanzen in Wirbeln in Bodennähe liegen, die Blüte oder bereits gebildete Kapseln sich nach oben orientieren, der basale Stängelteil jedoch anfängt zu faulen. Ein solcher Bestand ist &#8211; wenn zur Gänze betroffen &#8211; wertlos und lohnt keinen weiteren Aufwand &#8211; im Gegenteil: Ernte-, Lagerungs- und Verarbeitungskosten werden von den Produkterlösen nicht gedeckt, es geht nur um Verlustminimierung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/07/LagerWaldschatten-Kopie.jpg"><img class="  wp-image-6178 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/07/LagerWaldschatten-Kopie-667x500.jpg" alt="" width="478" height="358" /></a></p>
<p>Standorttypische Effekte wie ein Waldschatten führen zwar oft zu lagernden Beständen, dies jedoch nur auf einem Bruchteil der Gesamtfläche. Insoweit ist die Rentabilität der Gesamtfläche nicht gefährdet, auch wenn es angezeigt ist, diesen Flachs nach der Röste von dem der Hauptfläche zu trennen, weil geringere Ausbeute und mindere Qualität die Hauptfläche überproportional schädigen würden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/07/Lager-spät-reversibel.jpg"><img class="  wp-image-6180 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/07/Lager-spät-reversibel-667x500.jpg" alt="" width="482" height="361" /></a>Spätes Lager ist oft nicht sehr problematisch, insbesondere dann, wenn nach dem Ereignis für einige Tage Sonne und Wind den Bestand wieder auf die Füße stellen. Faserqualität und -ausbeute sind nur wenig betroffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man könnte ja vermuten, dass die Verkäufer der mengen- und qualitätsmäßig durchaus befriedigende Flachsernte 2024 die nachgebenden Faserpreise durch Tartarenmeldungen stabilisieren möchten &#8211; aber es ist kein Sales-Talk sondern Realität.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000"><a style="color: #000000" href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Bodenvorbereitung2025komp.jpg"><img class="  wp-image-5998 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Bodenvorbereitung2025komp-500x500.jpg" alt="" width="488" height="488" />Nicht nur in Deutschland war Niederschlag von Anfang März bis 10. April eine seltene Angelegenheit. Bis zu 100 mm unter dem langjährigen Mittel war die negative Bilanz &#8211; von Nordfrankreich bis Nordholland. Besonders hart betroffen war Südholland und die Küstengebiete Nordbelgiens.</a>Die</span> zeitgerechte Bearbeitung der schweren Böden war um Teil einfach Glücksache: zu früh &#8211; grobe Struktur plus Bodenverdichtung, zu spät grobe Struktur &#8211; in beiden Fällen schwierige Auflaufbedingungen. Während es bei Frühjahrsaussaat meist eher um unregelmäßigen Auflauf wegen grober Struktur oder um nur teilweisen Auflauf wegen fehlendem <span style="color: #000000">Bodenwasseranschluss</span> ging hat die Trockenheit den Winterflachs insbesondere in Südholland zur Unzeit getroffen &#8211; während des Streckungswachstums.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Sorte-Cirtrus-gesät-oct24-Normandie-Suisse.jpg"><img class=" size-medium wp-image-6019 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Sorte-Cirtrus-gesät-oct24-Normandie-Suisse-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a>In der Normandie waren die Niederschlagsverhältnisse günstiger: Sorte Cirrus, gesät am 20.10.2024 in Normandie Suisse, etwa 50 cm Höhe am 18.4.2025. die Farbe des Bestandes ist nicht zu dunkel, so dass er die Blüte stehend absolvieren könnte.</p>
<p>Beim Sommerflachs hat die Saattechnik einen großen Einfluss auf Umfang und Gleichmäßigkeit des Auflaufs gezeigt. Die Katara-Variante zeichnet sich offenbar durch besonders gute Rückverdichtung des Ablagehorizonts aus und</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/LinksStandard-rechts-gute-Rückverdichtung.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6018" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/LinksStandard-rechts-gute-Rückverdichtung-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/gelungener-Auflauf-2025komp.jpg"><img class=" size-medium wp-image-5997 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/gelungener-Auflauf-2025komp-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a>Es bleibt zu hoffen, dass die für Ostern angekündigten Niederschläge im Bereich von 30 mm flächendeckend fallen. Unter 10-15 mm wäre keine Entlastung der angespannten Wassersituation zu erwarten. Stand Ostersamstag sind in den letzten 4 Wochen keine 50 mm Niederschlag gefallen.</p>
<p>Günstigere Verhältnisse werden von den etwas leichteren und gut drainierten Böden aus der Haute Normandie berichtet &#8211; gute Bedingungen bei der Bodenbearbeitung und moderne Sätechnik haben zu teils sehr schönem und gleichmäßigem Feldaufgang geführt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Schadbild-Erdflöhe2025.jpg"><img class=" size-medium wp-image-6017 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Schadbild-Erdflöhe2025-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die trockene Witterung begünstigt den  Erdfloh (<em>Psylliodes</em>). Der ist eigentlich gar kein Floh, sondern ein Blattkäfer (Chrysomelidae). Die verwirrende Bezeichnung rührt wahrscheinlich daher, dass der Käfer extrem kräftige Hinterbeine besitzt. Mit diesen kann der Blattkäfer, wie ein Floh, sehr weit springen. Weitere Erkennungsmerkmale sind die artspezifische dunkelbraune bis schwarze Färbung und die Größe von etwa drei Millimetern. Das Schadbild ist solange nicht kritisch als der Käfer nicht das Spitzenmeristem der Flachspflanzen anknabbert &#8211; dann aber kommt es zu nicht akzeptablen Schäden in der weiteren Entwicklung der Flachspflanzen wie Zwiewuchs, Läsionen der Faserbündel oder Verzwergung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Update 25.4.2025</p>
<p>Hatten einige Böden noch genügend Reserven um bei geeigneter Saattechik einen ordentlichen Feldaufgang zu gewährleisten, so werden auch auf immer mehr Flachsflächen unregelmäßiger Auflauf, ausgedünnte Bestände und vertrocknete Keimlinge offenbar.</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Auflaufprobleme-Flachs-2025-Trocken.jpg"><img class="  wp-image-6027 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Auflaufprobleme-Flachs-2025-Trocken-500x500.jpg" alt="" width="511" height="511" /></a>Die Ursache besteht in einer ungewöhnlich langen trockenen Phase die bespielsweise in Südholland vom 5.3. bis 25.4.2025 lediglich 26 mm Niederschlag (Station Vlissingen) erbracht hat, von denen 10 mm am 24.4. niedergegangen sind. Damit dies nicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein bleibt, sind weitere 40 mm in deZum Vergleich: im gleichen Zeitraum 2024 fielen 128 mm! Ähnlich die Niederschlagsverhältnisse in der Normandie Station Rouen.</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Regner-in-auflaufendem-Flachs.jpg"><img class="  wp-image-6028 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Regner-in-auflaufendem-Flachs-500x500.jpg" alt="" width="507" height="507" /></a></p>
<p>Lediglich die gute Unterbodenzugänglichkeit hat viele Flachsanbauer davor zu dem &#8211; wenn überhaupt vorhanden &#8211; davor bewahrt, zum letzten und teuersten Rettungsanker greifen zu müssen &#8211; einer Beregnung. in den 1990ern auf der schleswigholsteinischen Geest ein Mittel, um von eigentlich nicht flachstauglichen Sandböden erstaunlich gute Faserqualitäten zu gewinnen. Auf mittleren Böden jedoch ein Ritt auf der Rasierklinge, weil die hohen Wassermengen in kurzer Zeit zur Verkrustung führen und oft ein weiterer Durchgang erforderlich wird, um diese Kruste für den Keimling wieder aufzuweichen.</p>
<p>Update 28.4.2025</p>
<p>Regional uneinheitlich und pflanzenbaulich bzw. ertragssichernd seit mehr als 10 Jahren erstmalig wirklich von Vorteil ist in dieser Saison Winterflachs. Zwar erreicht Winterflachs unter für Sommerflachs günstigen  Wachstumsbedingungen in der Regel nicht den Fasergehalt und die Faserqualität von Letzterem, in diesem Jahr ist es aufgrund der Frühjahrtrockenheit anders: der Winterflachs konnte die Herbst- und Winterniederschläge nutzen und sein Wurzelsystem bis etwa 70-80 cm Tiefe entwickeln.</p>
<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Winterflachs-Olga-025-Toprex-blogJPG.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-6033" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/04/Winterflachs-Olga-025-Toprex-blogJPG-333x500.jpg" alt="" width="333" height="500" /></a></p>
<p>In teils so tiefgründigen Böden ohne Verdichtungszonen wie sie in der küstennahen Region um Cabourg, dem Enstehungsort des Bildes vom 26.4.25 (danke Pascal Legrix) vorkommen,  sah man es sogar die Gabe eines aus dem Rapsanbau bekannten Wachstumsregulators als sinnvoll an. Die Sorte Olga, gesät am 5.10.2024 ist nun  90-95 cm hoch und wird nach der Blüte 100 cm überschreiten. Der von der Mehrzahl der Anbauer sehnlich erwartete Regen könnte sich in diesem speziellen Fall als fatal erweisen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/flachsflaechen-2025-leiden-unter-trockenheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fasernessel und Ramie &#8211; optimale Pflanzzeit steht unmittelbar bevor</title>
		<link>https://shop.flachs.de/fasernessel-und-ramie-optimale-pflanzzeit-steht-unmittelbar-bevor/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/fasernessel-und-ramie-optimale-pflanzzeit-steht-unmittelbar-bevor/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2025 10:39:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fasernessel und Ramie]]></category>
		<category><![CDATA[Seltene Pflanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5989</guid>
		<description><![CDATA[Auch auf die Gefahr hin in bestimmten FB-Gruppen wieder als gierige Spaßbremse beschimpft zu werden: die Fasernessel taugt zu mehr als grobem Flechtwerk, Schnüren oder Säcken und könnte sogar Baumwolle in Teilen ersetzen- sofern es gelänge, den von den ubiquitär vorkommenen Großen Brennnessel bekannten (Rein)Fasergehalt von etwa 3 % (Spoiler: Bastgehalt ist nicht gleich Fasergehalt) [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch auf die Gefahr hin in bestimmten FB-Gruppen wieder als gierige Spaßbremse beschimpft zu werden: die Fasernessel taugt zu mehr als grobem Flechtwerk, Schnüren oder Säcken und könnte sogar Baumwolle in Teilen ersetzen- sofern es gelänge, den von den ubiquitär vorkommenen Großen Brennnessel bekannten (Rein)Fasergehalt von etwa 3 % (Spoiler: Bastgehalt ist nicht gleich Fasergehalt) über die von uns angebotene Herkunft mit etwa 15% Reinfasergehalt auf zukünftig 25% zu steigern. Nach umfänglichen (Feld)Versuchen musste eingestanden werden, dass 85% &#8220;Beifang&#8221; einfach nicht konkurrenzfähig zu anderen Bastfaserpflanzen wie Hanf (75%) oder Flachs(65%) sind. Dies unabhängig davon, dass für Fasernessel ein außergewöhnlich umweltfreundliches weil biologisches Aufschlußverfahren zur Verfügung stehen könnte&#8230;..und erste Spinn- und Strickversuche zu bemerkenswerten Qualitäten geführt haben.</p>
<p>In China ein besonderes Objekt der Aufmerksamkeit durch die Sohn des Himmels, in Mittel- und Nordeuropa ein Forschungsgegenstand der christlichen Klöster: Ramie und Fasernessel. Obgleich es sich bei beiden Faserpflanzen um Nesselarten handelt, so ist die Fasernessel besser an hiesige Bedingungen angepasst als die Ramie. Selbst in Mittelgebirgslagen bildet sie &#8211; genügend Wasser und Nährstoffe vorausgesetzt &#8211; stattliche Bestände. Nach den milden Wintern der letzten Jahre zeigten sich hier in Norddeutschland bereits Ende Februar die ersten Sprosse des Neuaustriebs. Unter den speziellen Bedingunge des Schattens einer Agri-Photovoltaik und entsprechend umgelenkten Niederschlag sowie einer stickstoffreichen Mulchschicht hat sich aus einem kleinen Versuchspflanzung in 2023 in 2024 ein beeindruckender Fasernesselbestand meiner Herkunft entwickelt, der aus einerKernbeerntung (Ränder je 50cm bis 70 cm werden nicht eingerechnet) bereits  im zweiten Nutzungsjahr auf über 1300 kg Reinfaser je Hektar kam.</p>
<p>Die Ramie lässt sich da schon mehr Zeit: je nach (Boden)Temperatur  kann es gut bis in den Mai dauern, bis sich erste Sprosse zeigen. Dann  aber geht alles sehr schnell &#8211; tägliche Längenzunahmen von 8 cm -10 cm sind keine Ausnahme. Bei etwa 2 m Länge ist unter unseren Langtagsbedingungen aber Schluss mit dem Längenwachstum, zur Blüte gelangt unsere Ramie nur unter den etwas kürzeren Tagen und im Weinbauklima des Rheingaues (meine Mutter kümmert sich hier um eine kleine Population im Garten des elterlichen Hauses), hier im Norden etwa auf der Breite von Lübeck blüht sie nur im Gewächshaus wenn sie im Halbschatten steht</p>
<p>Obwohl auch die Fasernessel sehr feine Fasern liefert ist die Ramie doch klar im Vorteil, da ihre Fasern fein UND lang sind. Bei den Blättern wiederum herrscht Gleichstand: In der Volksmedizin werden Blätter von Ramie und Fasernessel  aufgrund ihres hohen Gehaltes an Vitaminen(A, C, B, E) Mineralstoffen  (Kalium, Calzium, Magnesium) Flavonoiden, Polyphenolen und Gerbstoffen geschätzt. Fasernessel und Ramie wirken leicht harntreibend und können so aufsteigenden Harnwegsinfektionen entgegen wirken. Getrocknete Blätter der Ramie werden neben Tee im asiatischen Raum (oder von von Kunden mit einem Bezug dazu) auch in Gebäck verwendet, während die Blätter der Fasernessel eher frisch in Suppen oder spinatähnlichen Zubereitungen genossen werden.</p>
<p>Histaminempfindliche Personen sollten jedoch der Ramie den Vorzug geben, da diese keine Brennhaare besitzt. Vom Mineralstoffgehalt ist oft einem Eistee aus (möglichst frischen) Brennnessel- oder Ramieblättern und (aus geschmacklichen Gründen) Minze, Zitronengras oder Zitronenmelisse der Vorzug vor allen möglichen &#8220;Elektrolyt-Getränken&#8221; zu geben. (der Autor besteht auf einer Mischung mit weiteren Komponenten wie Minze, Zitronengras und/oder Speisehanf, da ihn der Geschmack des sortenreinen Nessel- oder Ramietees nicht überzeugt).</p>
<p>Insoweit nutzen wir nicht nur die Ramie- und Nesselfasern in unseren Versuchen zu Bastfaserpflanzen,  sondern auch die Blätter für Tee sowie die Holzteile und Pflanzenleime für Dünger bzw. Terra preta.</p>
<p>Zu dem o.g. biologischen Aufschluss ist noch zu erwähnen, dass wir das Prozesswasser der Degummierung vollständig wiederaufbereiten, das dabei entstehende Reinwasser nutzen wir als frisches Prozesswasser, dass gleichzeitig entstehende Nährstoffkonzentrat als Gießwasser für unsere Heilpflanzen.</p>
<p>Wer also an den Aufbau von eigenen Fasernessel- und Ramiebeständen denkt, könnte über die angebotenen  lebenden Pflanzen den langen und beschwerlichen Weg über das Saatgut sparen. <strong>Nessel pflanzt man von Mitte Mai bis Ende September, Ramie von Mitte Juni bis Anfang September.</strong></p>
<p>2 * Topf Fasernessel 1 Liter  <a title="Fasernessel 1 LIter-Topf" href="https://shop.flachs.de/produkt/fasernessel-1-l-topf-urtica-dioica-l-convar-fibra/">https://shop.flachs.de/produkt/fasernessel-1-l-topf-urtica-dioica-l-convar-fibra/</a></p>
<p>2 * Topf Ramie 1 Liter <a title="2 * 1 l Ramie" href="https://shop.flachs.de/produkt/ramie-15-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/">https://shop.flachs.de/produkt/ramie-15-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/</a></p>
<p>Während die Fasernessel nur einer ausgewogegenen organischen Dünger mit bemerkenswert viel Stickstoff bedarf, wünscht die Ramie zusätzlich einen winterlichen Frostschutz, der ein Erscheinen der ersten Triebe nach den Eisheiligen sicherstellt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/fasernessel-und-ramie-optimale-pflanzzeit-steht-unmittelbar-bevor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frische Araucariasamen aus Ernte 2025 eingetroffen</title>
		<link>https://shop.flachs.de/frische-araucariasamen-aus-ernte-2025-eingetroffen/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/frische-araucariasamen-aus-ernte-2025-eingetroffen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2025 10:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seltene Pflanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5987</guid>
		<description><![CDATA[Die Chilenische Araukarie (Araucaria araucana) ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat Wuchshöhen von 30 bis 40, selten bis zu 50 Meter und Stammdurchmesser von 1 bis 2 Meter erreicht. Chilenische Araukarien wachsen ebenso wie sie keimen: sehr,sehr langsam. Der Jahreszuwachs an Höhe beträgt selten mehr als 30 Zentimeter. Sie erreichen ein hohes Alter, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<section class="entry fix">
<div>
<p>Die Chilenische Araukarie (Araucaria araucana) ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat Wuchshöhen von 30 bis 40, selten bis zu 50 Meter und Stammdurchmesser von 1 bis 2 Meter erreicht. Chilenische Araukarien wachsen ebenso wie sie keimen: sehr,sehr langsam. Der Jahreszuwachs an Höhe beträgt selten mehr als 30 Zentimeter. Sie erreichen ein hohes Alter, so dass es 1.300 bis 2.000 Jahre alte Exemplare gab. Der langsame Wuchs macht sie zu idealen Pflanzen auch für kleine Gärten. Schutz gegen Kahlfröste im Jugendstadium vorausgesetzt, sollte sie in den meisten Regionen Deutschlands winterhart sein. Die Pflanzenfamilie der Araucaria ist mit etwa 90 Millionen Jahren sehr alt, wir wünschen uns, dass sie noch älter wird obwohl sie in ihrer Heimat Chile so sehr begehrt ist, dass aufgrund eines drohenden Kahlschlages ein Nutzungsverbot für das Holz verhängt werden musste.</p>
<p>Wir bieten Ihnen aus Eig<a title="" href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/07/SämlingAraucaria.jpg" rel="lightbox"><img class="  wp-image-4661 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/07/SämlingAraucaria-500x500.jpg" alt="" width="241" height="241" /></a>enimport (Jens und Julia – vielen Dank!) Samen der Araucaria der neuen Ernte 2025 an. Das Aufkommen in Chile ist in diesem  Jahr etwas höher als im Vorjahr, jedoch, der Preis ist  auf vergleichsweise hohem Niveau geblieben.</p>
<p>In eigenen Keimversuchen haben wir immer wieder festgestellt, dass weder eine Stratifikation der Samen (Vorspiegelung eines Winters im Kühlschrank) noch ein Anritzen des Samens zuverlässig zu einer beschleunigten Keimung führen. Alle Varianten (unbehandelt /nur stratifiziert /nur angeritzt/ stratifiziert und angeritzt) haben in der “Spitze” 8 Monate zu einer Keimung benötigt. Keine Sorge, der Großteil keimt schon nach 4 bis 8 Wochen. Das Keimsubstrat sollte mit Sand abgemagert sein um Staunässe zu verhindern. (Trotzdem haben wir etwa jede fünfte Pflanze durch Fäulnis und Befall mit Trauermückenlarven verloren).<br />
Jedenfalls ist die Araukarie genau die richtige Pflanze für diejenigen Menschen, die sich eine Entschleunigung auch im Blumenfenster oder Garten wünschen.</p>
</div>
</section>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/frische-araucariasamen-aus-ernte-2025-eingetroffen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Saatgut Faserlein ist wieder verfügbar &#8211; darunter zwei neue Sorten</title>
		<link>https://shop.flachs.de/saatgut-faserlein-ab-mitte-februar-wieder-verfuegbar/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/saatgut-faserlein-ab-mitte-februar-wieder-verfuegbar/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2025 09:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5829</guid>
		<description><![CDATA[Inzwischen  ist das Saatgut (5 Sorten aktuell im Angebot) für die neue Kampagne 2025/2026  in relevanten Mengen verfügbar (Vorbestellungen werden abgearbeitet, 1 kg Packungen aber in 50 g Packungen) Felice hat  einen hohem Stroh- und Faserertrag (102 bzw. 103%) und weist sehr gute Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand auf.  Daneben weist Felice eine eher zögerliche [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen  ist das Saatgut (5 Sorten aktuell im Angebot) für die neue Kampagne 2025/2026  in relevanten Mengen verfügbar (Vorbestellungen werden abgearbeitet, 1 kg Packungen aber in 50 g Packungen)</p>
<p>Felice hat  einen hohem Stroh- und Faserertrag (102 bzw. 103%) und weist sehr gute Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand auf.  Daneben weist Felice eine eher zögerliche Jugendentwicklung verbunden mit einer  mittelspäten Abreife auf, wobei die Sorte unter ungünstigen Bedingungen (Regen und Wind während der Blüte) leicht ins Lager geht..</p>
<p>Avian weist einen mittlerem Strohertrag (100%) und mittleren Faserertrag (101%) auf, hat eine sehr guter Resistenz gegen Fusarium jedoch nur mittlerer Resistenz gegen Flachsbrand. Avian hat eine relativ schnelle Jugendentwicklung und eher frühe Abreife.</p>
<p>Christine weist einen überdurchschnittlichem Strohertrag (102%) und überdurchschnittlichem  Faserertrag (102%) bei sehr guten Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand und vergleichsweise schneller Jugendentwicklung bei mittlerer Lagerneigung und mittelspäter Ernte auf. Nach meinen Erfahrungen eine der unproblematischeren Sorten.</p>
<p>Celeste weist einen hohem Strohertrag (105%) und hohem Faserertrag (107%) bei mittleren Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand aber vergleichsweise schneller Jugendentwicklung und sehr früher Ernte auf &#8211; aus pflanzenphyiologischen Gründen (Massenbildung eilt Festigungsgewebe voraus)  reagiert Celeste aber unter ungünstigen Bedingen lagersensibel.</p>
<p>Tango weist einen überdurchschnittlichen Strohertrag, guten Samenertrag (bis zu 9% der Erntetrockenmasse) und überdurchschnittlichen Faserertrag auf, reagiert aber sensibel auf Bodenverdichtungen. Nach meinen Erfahrungen die ideale Sorte um handwerklich Röstversuche zu unternehmen (ich habe aus geriffeltem Tauröststroh von Tango 31% Langflachs und geriffeltem Stroh aus modifizierter Wasserröste 35% Langflachs und nur 2% Schwungwerg auf einer flämischen Mühle erschwungen)</p>
<p>Die Sorten Natalie, Calista und Lisette werden ab sofort nicht mehr angeboten. Die Einkaufspreise haben sich leider um 14% erhöht, möglichweise weil die diesjährige Anbaufläche in Westeuropa nochmals erhöht werden wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/saatgut-faserlein-ab-mitte-februar-wieder-verfuegbar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hanfmythen erklären: 2/11 Hanf bindet doppelt so viel Kohlendioxid wie Wald</title>
		<link>https://shop.flachs.de/hanfmythen-erklaeren-211-hanf-bindet-doppelt-so-viel-kohlendioxid-wie-wald/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/hanfmythen-erklaeren-211-hanf-bindet-doppelt-so-viel-kohlendioxid-wie-wald/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2024 22:24:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Hanf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5709</guid>
		<description><![CDATA[In den Gedanken zum Hanf-Mythos &#8220;1/11 Produktion von Sauerstoff durch Hanf&#8221; wurde bereits dargestellt, dass es hinsichtlich Photosyntheseleistung bzw. Sauerstoffproduktion keine grundsätzliche Überlegenheit von Hanf gegenüber Wald oder vielen anderen Kulturpflanzen gibt. Entsprechend ist auch bei der Bruttobindung von Kohlendioxid in den Pflanzen kein grundsätzlicher Unterschied zu erwarten &#8211; 1000 kg Traubenzucker binden 1470 kg [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den Gedanken zum Hanf-Mythos &#8220;1/11 Produktion von Sauerstoff durch Hanf&#8221; wurde bereits dargestellt, dass es hinsichtlich Photosyntheseleistung bzw. Sauerstoffproduktion keine grundsätzliche Überlegenheit von Hanf gegenüber Wald oder vielen anderen Kulturpflanzen gibt.</p>
<p>Entsprechend ist auch bei der Bruttobindung von Kohlendioxid in den Pflanzen kein grundsätzlicher Unterschied zu erwarten &#8211; 1000 kg Traubenzucker binden 1470 kg Kohlendioxid. Unterschiedliche Kohlendioxidbindung in Stärke, Fette und Eiweiße werden vereinfachend vernachlässigt.</p>
<p><strong>Kohlendioxid ist unsichtbar &#8211; es verschwindet oft heimlich</strong></p>
<p>Geht man jedoch noch einen Schritt weiter und schaut sich an, was mit dem im Hanf gebundenen Kohlendioxid kurz-, mittel- und langfristig geschieht, so ergeben sich erhebliche Unterschiede. Diese bestehen vor allem im unterschiedlichen Schicksal der verschiedenen Koppelprodukte des Aufwuchses und des Erntegutes bzw. deren Verhalten im jahreszeitlichen Zyklus. Im Falle von Hanf sind diese von den Ernteprodukten bzw. dem Ernteverfahren abhängig, wobei von den Wurzeln (etwa 10-20 % der Gesamttrockenmasse) binnen weniger Monate nach der Ernte 90% ihrer Trockensubstanz abgebaut werden.</p>
<p>Betrachtet man ein bis vor wenigen Jahren gängiges Ernteverfahren von Hanf in Europa (Drusch Samen, Vorentholzung Hanf durch modifizierten Mähdrescher oder durch Spezialerntemaschinen, Bergung vorentholzten Strohs nach Trocknung, manchmal sogar erst nach Winter) so verblieb mehr als 60 % der oberirdischen Biomasse auf Feld und teilte das Schicksal der Wurzeln. Entsprechend wurden einschließlich der Wurzelmasse 70-80% des aufgenommenen Kohlendioxids binnen weniger Monate bis Jahre unter Sauerstoffverlust wieder freigesetzt.</p>
<p>Nachdem bei der Verwendung als Pferdeeinstreu gewisse Vorteile von Hanfschäben gegenüber Holzspänen offensichtlich wurden, ging man dazu über, die Hanfsamen statt zu dreschen zu strippen und das Hanfstroh eher nur vorgebrochen &#8211; d.h. mit möglichst geringen Schebenverlusten &#8211; zu bergen um so in vergleichsweise einfachen Entholzungsanlagen mehr und qualitativ bessere Schäben zu gewinnen. Dadurch wurde die bei der Ernte auf dem Feld verbleibende (schnell zersetzbare) Biomasse reduziert, jedoch kompostierten die Schäben nach Nutzung als Einstreu unter Sauerstoffverbrauch aufgrund des durch Kot und Harn der Tiere bedingten engem C/N-Verhältnisses außerordentlich schnell. Unter anderem erklärt dieser Umstand die gute Eignung von Pferdemist auf Basis Hanfschäben als beispielsweise Rosendünger.</p>
<p>Neuere Verfahren wie das mit wesentlichen Teilen der Flachsernte- und Verarbeitungskette (Wenden, Pressen,Schwingen) kompatiblen Systems Hyler (Bildung von 2 Schwaden Hanfstängel in Parallellage durch Doppelschnitt mit anschließender Tauröste) führen &#8211; abhängig von Erntezeitpunkt und Verbleib der Spitzen &#8211; zu etwas günstigeren Verhältnissen.</p>
<p>Auf dem Feld verbleiben bei dieser Erntekette  oberirdisch die Stoppeln (5-10% der oberirdischen Masse) und  die zum Erntezeitpunkt noch vorhandene Blätter, Blütenstände und Spitzen (15-25% der oberirdischen Masse).</p>
<p>Hinzu kommt der Röstverlust durch die Abbauprozesse während der Tauröste im Stängel(15% bis 25 % bezogen auf den oberirdischen Aufwuchs) oberirdisch also 35-60%.  Zusammen mit dem Kohlenstoff aus den Wurzeln ergeben sich dann Wiederfreisetzungen von 45-80% des zuvor aufgenommenen Kohlendioxids.</p>
<p>Auch bei diesem modernen Ernteverfahren ergeben sich eher bescheidene Speichermengen im Bereich  von 40% bis 65% des oberirdisch gebundenen Kohlendioxids.  Dies entspricht etwa den mittelfristig als Kohlenstoffdepot in Frage kommenden Ertragskomponenten Hanffaser und Scheben größer 5 mm.</p>
<p><strong>Die Kohlenstoffbindung im Boden hat eigene Regeln</strong></p>
<p>Einschränkend muss erwähnt werden, dass unter den Bedingungen eines suboptimalen Humusgehaltes eines Standortes nach 10 Jahren noch etwa 10% des Kohlenstoffs zu finden sein können, so dass dann von einer Netto-Wiederfreisetzung insgesamt von etwa 40-70% des insgesamt unter- und oberirdisch aufgenommenen Kohlendioxids zu gerechnet werden muss.</p>
<p>Auf der anderen Seite zeigt sich allerdings bei Standorten mit einem optimalen Corg-Gehalt kein weiterer Zuwachs des von der Kultur gebundenen Kohlendioxids, so dass hier mit einer vollständigen Umwandlung des zunächst gebundenen Kohlenstoffs in Kohlendioxids gerechnet werden muss.</p>
<p>Mancher mag nun aus Modellrechnungen ableiten, dass nach 100 Jahren Hanfanbau auf humusarmen Böden sich die Menge des gebundenen Kohlenstoffs um etwa 26 t /ha erhöht haben möge. &#8220;From hemp grown on carbon-vulnerable lands to long-lasting bio-based products: Uncovering trade-offs between overall environmental impacts, sequestration in soil, and dynamic influences on global temperature&#8221;. (Zhou Shen, Ligia Tiruta-Barna, Lorie Hamelin 2022)</p>
<p>Allein: die Folgen eines großflächigen Anbaus von Hanf auf Bodenwasser, Schadorganismendruck und Ertragsrückgang wg. Monokultur sind überhaupt nicht abzusehen. Hinzu kommt der Umstand, dass als Erntegut dann lediglich Samen, Blatt und Blüten in Frage kämen und so eine Ökonomie des Anbaus außerordentlich fragwürdig wäre.</p>
<p>Und schließlich würde solch ein hundertjähriger Hanfanbau lediglich gut ein Viertel der heutigen Corg-Durchschnittsmenge von etwa 95 t</p>
<p>Zieht man noch das in den Wurzeln gebundene Kohlendioxid ab so bindet Hanf selbst bei einer Röststrohernte insgesamt nur die Hälfte des per Photosynthese gebundenen Kohlenstoffs in den Exporten vom Feld.</p>
<p>Die den Falschmeldungen häufig folgenden Diskussionsbeiträge wie angeblichdurch das USDA veröffentlichte Daten einer Kohlendioxidbindung von 15 t je acre (entsprechend 37 t CO2/ha oder 25300 kg/ha Trockenmasse) kollidieren jedenfalls heftig mit dem National Hemp Report des USDA (ISSN.2831-5545).  Dort wird der landesweite Durchschnittsertrag für Faserhanf mit 4540 kg/ha sowie für Konsumsamen mit 874 kg/ha angegeben. Damit liegt der mittlere Hanfertrag in den USA deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 5420 kg/ha (Zahlen 2022: 179000 t von 33020 ha)</p>
<p><strong>Am Ende viel Lärm und wenig</strong></p>
<p>Völlig anders die Verhältnisse im Wald, die allerdings &#8211; abhängig von den klimatischen Bedingungen und damit der Zersetzungsgeschwindigkeit von Laub- und Nadelfall &#8211; auch in einem weiten Bereich schwanken können. Der Blatt- oder Nadelfall in tropischen und subtropische Holzplantagen wird ungleich schneller zersetzt als in nördlichen Naturwäldern, jedoch ist in Ersteren der jährliche Holzzuwachs auch viel höher.</p>
<p>In Mitteleuropa kann davon ausgegangen werden, dass der in den Baumwurzeln gebundene Kohlenstoff dort über die Vegetationsruhe verbleibt, da Wurzeln nicht in größerem Ausmaß absterben. Aus Blättern und abgängigen Nadeln wird im Herbst Zucker in die dauerhaften Pflanzenteile zurück verlagert, was einen gewissen Frostschutz bewirkt und als Starttreibstoff dem Wiederaustrieb zur Verfügung steht.</p>
<p>Insoweit kann angenommen werden, dass insgesamt max 20%-25% des in der Blattmasse und Früchten gebundenen Kohlenstoffs kurzfristig wieder in den Kohlenstoffkreislauf gelangt und umgekehrt 75%-80% (Hanf 20% bis 55%) des über die Vegetationsperiode aufgenommenen Kohlendioxids dauerhaft gespeichert bleiben.</p>
<p>Zusammenfassend kann Hanf mit Wald nur dann ansatzweise mithalten, wenn er weitgehend stofflich verwendet wird, d.h. wenn Hanffaser und Hanfholz in Gestalt dauerhafter Produkte wie etwa hochwertige Textilien oder Baustoffe aus dem Kreislauflauf permanenter Verstoffwechselung bzw. Kompostierung herausgenommen werden. Aber selbst dann muss wohl konstatiert werden, dass Hanf deutlich weniger  Kohlenstoff als Wald für einige Jahre bis Jahrzehnte aus dem Kohlenstoffkreislauf herausnehmen kann.</p>
<p>Insoweit sind tollkühne &#8220;Hanf-Kann-Bis-Zu&#8221; dem Doppelten von Wald Kohlenstoff aufnehmen völlig fehl am Platz und völlig unrealistisch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/hanfmythen-erklaeren-211-hanf-bindet-doppelt-so-viel-kohlendioxid-wie-wald/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hanfmythen erklären &#8211; 1 von 11 &#8211; Das Sauerstoffwunder</title>
		<link>https://shop.flachs.de/hanfmythen-erklaeren-1-von-11-das-sauerstoffwunder/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/hanfmythen-erklaeren-1-von-11-das-sauerstoffwunder/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2024 14:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5702</guid>
		<description><![CDATA[Hanfmythen genau betrachtet &#8211; hemp myth buster  1 / 11:  Produktion von Sauerstoff &#160; Im Zuge der Heiligsprechung der Hanfpflanze zur weltrettenden Wunderpflanze kann sich auch ein Wohlmeinender  einer gewissen Enervierung durch fahrlässig oder vorsätzlich verbreiteten Unfug nicht entziehen. Ich arbeite seit 2006 beruflich voller Freude mit Hanf, nachdem ich in den 20 Jahren zuvor [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hanfmythen genau betrachtet &#8211; hemp myth buster  1 / 11:  Produktion von Sauerstoff</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Zuge der Heiligsprechung der Hanfpflanze zur weltrettenden Wunderpflanze kann sich auch ein Wohlmeinender  einer gewissen Enervierung durch fahrlässig oder vorsätzlich verbreiteten Unfug nicht entziehen.</p>
<p>Ich arbeite seit 2006 beruflich voller Freude mit Hanf, nachdem ich in den 20 Jahren zuvor intensiv mit Flachs beschäftigt habe und hoffe, dass Hanf der Wiedereintritt in die landwirtschaftlich-industrielle Praxis gelingt &#8211; allerdings nicht auf Basis von Falschmeldungen und in die Irre geführten Investoren.</p>
<p>Nicht immer ist die Intention der Verbreiter solch teilweise hanebüchenen Unfugs klar, in den letzten Monaten deutet aber Einiges darauf hin, dass zusätzlich zu den langen Reihen teils manipulativer, teils ahnungs- und bedingungslosen Fürsprechern auch rechtspopulistische Multiplikatoren aktiv werden, die eigentlich nur eine allgemeine Verunsicherung zum Ziel haben können. Weiterhin scheinen einige Anbieter von KI-generierten Falschmeldungen aktiv zu sein, möglicherweise um Investoren einen Hype vorzuspiegeln den es in Wirklichkeit gar nicht gibt.</p>
<p>Meine Motivation solchen Falschbehauptungen entgegenzutreten besteht darin, dass ich die Bastfaserpflanzen liebe &#8211; mein gesamtes Berufsleben lang. Die Erfahrung lehrt, dass hohe Erwartungen, die durch solche -höflich gesagt &#8211; aus der Luft gegriffene Behauptungen geweckt werden am Ende allen schaden: den Bauern, den Verarbeitern, den Kunden und den Investoren.</p>
<p>Hier im ersten von elf Teilen also zumindest einige Gedanken zu einer etwas fundierteren Auseinandersetzung mit Thesen, die eine anderen Pflanzen überlegene Sauerstoffproduktion von Hanf unterstellen:</p>
<p><strong>- Ein Hektar Hanf produziert so viel Sauerstoff wie 25 Hektar Wald.</strong></p>
<p><strong>- Ein Hektar Hanf produziert 25% mehr Sauerstoff als ein Hektar Wald.</strong></p>
<p><strong>- Ein Acre Hanf produziert 35% mehr Sauerstoff als ein Acre Wald.</strong></p>
<p><strong>- Eine Tonne Hanf erzeugt zwei Tonnen Sauerstoff</strong></p>
<p><strong>- Hanf bindet die 4,1 fache Menge an Kohlendioxid wie Wald<br />
</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Asymetrische Vergleiche führen in die Irre</strong></p>
<p>Zunächst gilt es festzustellen WAS eigentlich miteinander verglichen werden soll: ein Hanfbestand auf einem spanischen Grenzertragsstandort mit chronischem Wassermangel mit einem baumbewachsenen grundwassernahen Auenlehm in der Po-Ebene oder  im Amazonasbecken? Ein Hanfbestand auf einem feuchten, nährstoffreichen ungarischem Niedermoor mit einem Wald nahe der Baumgrenze in Oberösterreich?</p>
<p>Ohne genaue Beschreibung einer Referenz ist eine Kann-Aussage zu Hanf genauso aufschlussreich wie die Behauptung, durch Händewaschen könne man BIS ZU 99,9% aller Bakterien entfernen.</p>
<p>Ein fairer direkter Vergleich von Wuchsleistungen verschiedener Pflanzenkann nur zwischen Flächen mit ähnlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Niederschlag, Nährstoffen, Humusgehalt, Bodenverhältnissen, Tageslichtlängen und Temperaturen gezogen werden.</p>
<p>Naheliegend ist also der Vergleich der sommeranuellen Kultur Hanf mit einem Agroforst, beispielsweise einer Kurzumtriebsplantage Laubholz.</p>
<p>Wenig überraschend stellen sich die Mengenverhältnisse in einem solchen Vergleich dar: Kurzumtriebsplantagen auf leichten bis mittleren Böden Deutschlands kommen auf etwa 10 t bis 15 t je Hektar <strong>und Jahr</strong> lufttrockenen erntefähigen Aufwuchs (15% Restfeuchte), Hanf erreicht dort selten mehr als 10 t bis 12 t Aufwuchs je Hektar und Jahr (12% Restfeuchte).</p>
<p>Etwas weniger effektiv als Kurzumtriebsplantagen kommen Nutzwälder mit (gemittelt über alle Altersstufen) einem jährlichen Zuwachs 8 t bis 12 t Trockenmasse (15% Restfeuchte) daher.</p>
<p>Nutzwälder werden jedoch &#8211; anders als Hanf auf landwirtschaftlichen Nutzflächen- nicht gedüngt und stehen natürlicherweise auf weniger guten Böden.</p>
<p>Werden also extrem hohe Trockenmasseerträge von Hanf unter den Bedingungen von Tröpfchenbewässerung und Flüssigdüngung als Beleg für eine extrem hohe Sauerstoffproduktion herangezogen, so sollten korrekterweise direkt angrenzend Bäume in ihrer ertragsstärksten Phase unter Tröpfchenberegnung und mit Flüssigdüngung betrachtet werden.</p>
<p><strong>Die Photosynthese macht keine Unterschiede</strong></p>
<p>Der jährliche Massezuwachs von Wald und Hanf liegt insbesondere auf mittleren und geringen Standort also auf durchaus vergleichbarem Niveau. Grund dafür sind natürliche Gesetzmäßigkeiten, denen sich auch &#8220;Wunderpflanzen&#8221; nicht entziehen können &#8211; speziell die Photosynthese:</p>
<p>6 H<sub>2</sub>O + 6 CO<sub>2</sub> stehen im Gleichgewicht mit  C<sub>6</sub>H<sub>12</sub>O<sub>6</sub> + 6 O<sub>2</sub></p>
<p>Auf der Basis einer chemischen Standardmenge von 1 Mol bedeutet die Gleichung, dass unter der Photosynthese 108 g Wasser und 264 g Kohlenstoffdioxid  in 180 g Zucker und 192 g Sauerstoff umgewandelt werden.</p>
<p>Die Speicherung von 1000 kg Kohlendioxid in etwa 680 kg Zucker (und später Stärke bzw. Zellulose, Eiweiß, Fett u.a. )  setzt demnach  etwa 720 kg Sauerstoff frei.  Bezogen auf die Aufwuchsmenge bedeutet dies, dass eine Tonne Hanf bestenfalls 1,47 t Kohlendioxid binden bzw. 1,05 t Sauerstoff  freisetzen kann.</p>
<p>Bei unter <span style="text-decoration: underline">gleichen Umweltbedingungen</span> in der Größenordnung ähnlichem Massezuwachs von Hanf und Holz wird sich auch die Freisetzung von Sauerstoff auf etwa gleichem Niveau einpendeln.</p>
<p><strong>Nichts hält ewig &#8211; schon gar nicht freigesetzter Sauerstoff</strong></p>
<p>Zur Energiegewinnung für Wachstum und Umbauprozesse veratmet die Pflanze in der Nacht einen Teil des Zuckers, den sie tagsüber unter Sauerstofffreisetzung gewonnen hat &#8211; etwa in der Art von unserem Ein- und Ausatmen, nur eben länger.</p>
<p>Am Ende ihres Wachstums atmet die Pflanze dann aber deutlich länger aus als wir:</p>
<p>So verringert sich die effektive Sauerstofffreisetzung von Hanf dadurch, dass nur ein Teil seiner oberirdischen Masse geborgen wird und davon wiederum nur ein Teil dauerhaft über Jahre und Jahrzehnte dem Kohlenstoffkreislauf entzogen wird.</p>
<p>Blätter -soweit nicht schon vor der Ernte abgefallen und kompostiert &#8211; Hanfeinstreu oder Samen werden binnen Monaten verstoffwechselt oder verkompostiert, Fasern in Textilien oder in Formpressteilen holen sich nach einigen Jahren der Nutzung den einst produzierten Sauerstoff zurück. Lediglich Hanfbaustoffe wie Hempcrete oder Isolierstoffe schaffen es &#8211; genau wie Holz &#8211; die Verbrennung oder Veratmung für die Lebensdauer der Gebäude in denen sie verbaut sind, also etwa 50 bis 100 Jahre, hinauszuzögern.</p>
<p>Der in Stoppel, Blattfall, reduzierten Pflanzen, Unterhanf und Wurzelmasse gebundene Kohlenstoff, mehr als ein Drittel des insgesamt gebundenen Kohlenstoffs wird unter Verbrauch von Sauerstoff zum weitaus überwiegenden Teil (&gt;90%) umgehend d.h. binnen weniger Monate, wieder veratmet.</p>
<p>Damit ist die Behauptung, dass eine Flächeneinheit Hanf mehr Sauerstoff freisetzt als eine Flächeneinheit Wald eindeutig widerlegt.</p>
<p>Übrigens: bevor der Gedanke einer grundsätzlichen Überlegenheit von Hanf gegenüber anderen  Kulturpflanzen aufkommt:  Weizen erzielt 10-18 t /ha TM,  Mais 15-26 t/ha TM,  Bambus 10-20 t/ha und Miscanthus 10-20 t/ha wobei in Einzelfällen bzw. unter besonders günstigen Bedingungen die Erträge nochmals höher liegen können. Dazu in weiteren Myth Busters mehr.</p>
<p>Es gibt keine Wunderpflanzen auf dieser Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/hanfmythen-erklaeren-1-von-11-das-sauerstoffwunder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fasernessel und Ramie &#8211; die Pflanzeit hat begonnen</title>
		<link>https://shop.flachs.de/fasernessel-und-ramie-die-pflanzeit-hat-begonnen/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/fasernessel-und-ramie-die-pflanzeit-hat-begonnen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 11:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fasernessel und Ramie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5556</guid>
		<description><![CDATA[In China ein besonderes Objekt der Aufmerksamkeit durch die Sohn des Himmels, in Mittel- und Nordeuropa ein Forschungsgegenstand der christlichen Klöster: Ramie und Fasernessel. Obgleich es sich bei beiden Faserpflanzen um Nesselarten handelt, so ist die Fasernessel besser an hiesige Bedingungen angepasst als die Ramie. Selbst in Mittelgebirgslagen bildet sie &#8211; genügend Wasser und Nährstoffe [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2023/05/Nessel_Ramie_div-Größen.jpg"><img class=" size-medium wp-image-5086 alignleft" src="https://shop.flachs.de/wp-content/uploads/sites/2/2023/05/Nessel_Ramie_div-Größen-500x500.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a>In China ein besonderes Objekt der Aufmerksamkeit durch die Sohn des Himmels, in Mittel- und Nordeuropa ein Forschungsgegenstand der christlichen Klöster: Ramie und Fasernessel. Obgleich es sich bei beiden Faserpflanzen um Nesselarten handelt, so ist die Fasernessel besser an hiesige Bedingungen angepasst als die Ramie. Selbst in Mittelgebirgslagen bildet sie &#8211; genügend Wasser und Nährstoffe vorausgesetzt &#8211; stattliche Bestände. Nach den milden Wintern der letzten Jahre zeigten sich hier in Norddeutschland bereits Ende Februar die ersten Sprosse des Neuaustriebs.</p>
<p>Die Ramie lässt sich da schon mehr Zeit: je nach (Boden)Temperatur  kann es gut bis in den Mai dauern, bis sich erste Sprosse zeigen. Dann  aber geht alles sehr schnell &#8211; tägliche Längenzunahmen von 8 cm -10 cm sind keine Ausnahme. Bei etwa 2 m Länge ist unter unseren Langtagsbedingungen aber Schluss mit dem Längenwachstum, zur Blüte gelangt unsere Ramie nur unter den etwas kürzeren Tagen und im Weinbauklima des Rheingaues (meine Mutter kümmert sich hier um eine kleine Population im Garten des elterlichen Hauses), hier im Norden etwa auf der Breite von Lübeck blüht sie nicht.</p>
<p>Obwohl auch die Fasernessel sehr feine Fasern liefert ist die Ramie doch klar im Vorteil, da ihre Fasern fein UND lang sind. Bei den Blättern wiederum herrscht Gleichstand: In der Volksmedizin werden Blätter von Ramie und Fasernessel  aufgrund ihres hohen Gehaltes an Vitaminen(A, C, B, E) Mineralstoffen  (Kalium, Calzium, Magnesium) Flavonoiden, Polyphenolen und Gerbstoffen geschätzt. Fasernessel und Ramie wirken leicht harntreibend und können so aufsteigenden Harnwegsinfektionen entgegen wirken. Getrocknete Blätter der Ramie werden neben Tee im asiatischen Raum (oder von von Kunden mit einem Bezug dazu) auch in Gebäck verwendet, während die Blätter der Fasernessel eher frisch in Suppen oder spinatähnlichen Zubereitungen genossen werden.</p>
<p>Histaminempfindliche Personen sollten jedoch der Ramie den Vorzug geben, das diese keine Brennhaare besitzt. Vom Mineralstoffgehalt ist oft einem Eistee aus (möglichst frischen) Brennnessel- oder Ramieblättern und (aus geschmacklichen Gründen) Minze oder Zitronenmelisse der Vorzug vor allen möglichen &#8220;Elektrolyt-Getränken&#8221; zu geben. (der Autor besteht auf einer Mischung mit weiteren Komponenten wie Minze, Zitronengras und/oder Speisehanf, da ihn der Geschmack des sortenreinen Nessel- oder Ramietees nicht überzeugt).</p>
<p>Insoweit nutzen wir nicht nur die Ramie- und Nesselfasern in unseren Versuchen zu Bastfaserpflanzen,  sondern auch die Blätter für Tee sowie die Holzteile und Pflanzenleime für Dünger bzw. Terra preta.</p>
<p>Wer also an den Aufbau von eigenen Fasernessel- und Ramiebeständen denkt, könnte über das umfangreiche Größensortiment der im Flachsshop angebotenen lebenden Pflanzen den langen und beschwerlichen Weg über das Saatgut sparen. <strong>Nessel pflanzt man von Anfang Juni bis Ende September, Ramie von Mitte Juni bis Mitte September.</strong></p>
<p>2 * Topf Fasernessel 1 Liter  <a title="Fasernessel 1 LIter-Topf" href="https://shop.flachs.de/produkt/fasernessel-1-l-topf-urtica-dioica-l-convar-fibra/">https://shop.flachs.de/produkt/fasernessel-1-l-topf-urtica-dioica-l-convar-fibra/</a></p>
<p>Topf Fasernessel 4 Liter <a title="Fasernessel 4 Liter Topf" href="https://shop.flachs.de/produkt/fasernessel-15-l-topf-urtica-dioica-l-convar-fibra/"><span class="url">https://shop.flachs.de/produkt/fasernessel-15-l-topf-urtica-dioica-l-convar-fibra/</span></a></p>
<p>2 * Topf Ramie 1 Liter <a title="2 * 1 l Ramie" href="https://shop.flachs.de/produkt/ramie-15-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/">https://shop.flachs.de/produkt/ramie-15-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/</a></p>
<p>Topf Ramie 2,5 Liter <a title="Ramie 2,5" href="https://shop.flachs.de/produkt/ramie-25-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/">https://shop.flachs.de/produkt/ramie-25-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/</a></p>
<p>Topf Ramie 5 Liter <a title="5 Liter Ramie" href="https://shop.flachs.de/produkt/ramie-10-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/">https://shop.flachs.de/produkt/ramie-10-l-topf-boehmeria-nivea-var-nivea-chinagras/</a></p>
<p>Während die Fasernessel nur einer ausgewogegenen organischen Dünger mit bemerkenswert viel Stickstoff bedarf, wünscht die Ramie zusätzlich einen winterlichen Frostschutz, der ein Erscheinen der ersten Triene nach den Eisheiligen sicherstellt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/fasernessel-und-ramie-die-pflanzeit-hat-begonnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwei neue Flachssorten im Angebot &#8211; LIsette geht &#8211; Nathalie und Christine kommen &#8211; Avian und Felice bleiben</title>
		<link>https://shop.flachs.de/ab-mitte-ende-februar-voraussichtlich-neue-flachssorten-im-angebot/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/ab-mitte-ende-februar-voraussichtlich-neue-flachssorten-im-angebot/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Feb 2024 17:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Flachsanbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=5328</guid>
		<description><![CDATA[Die letzten Jahre waren für den europäischen Flachssektor überdurchschnittlich erfolgreich. Kaum jemand kann sich an eine derart lange Phase mit stabilen Märkten und hohen Preisen erinnern. Dabei musste das Angebot nicht durch die früher übliche Methode der Flächenreduktion verknappt werden. Vielmehr waren es sehr unterschiedliche lokale Bedingungen, die im Einzelfall sowohl zu 3000 kg Langfaser [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Jahre waren für den europäischen Flachssektor überdurchschnittlich erfolgreich. Kaum jemand kann sich an eine derart lange Phase mit stabilen Märkten und hohen Preisen erinnern. Dabei musste das Angebot nicht durch die früher übliche Methode der Flächenreduktion verknappt werden. Vielmehr waren es sehr unterschiedliche lokale Bedingungen, die im Einzelfall sowohl zu 3000 kg Langfaser je Hektar wie auch zu einen Totalausfall führen konnten.  Im letzten Jahre 2023 wurde allenfalls in absoltuen Ausnahmesituationen was Boden und Niederschlag betraf eine Langfaserertrag von über 1000 kg/ha erzielt. Dennoch wurden je Hektar Deckungsbeiträge im Bereich von 8000 € bzw. Langfasererlöse von 13.000 €/ha erzielt. Der Grund dafür lag in dem aufgrund der europaweiten Trockenheit in Mai und Juni und daraus resultierend den geringen Stängellägen von Flachs bzw. einem extrem geingen Strohertrag mit einem geringen Anteil an Langfasern.</p>
<p>Dennoch scheint es, also könnten sich neue Sorten besser mit veränderten Umweltbedingungen arrangieren &#8211; so ist dem Vernehmen nach nicht ein nochmals höherer Faserertrag das wesentlichste Zuchtziel sondern verbesserte Resistenzen gegen Pilzkrankheiten oder Resilienz gegen Trockenheit.  Vor diesem Hintergrund passen wir unser Sortenspektrum an: die treue Lisette wird jetzt auslaufen, zu den Avian und Felice der letzen Jahre nehmen wir Nathalie und Christine hinzu.</p>
<p>Diese vier Sorten bilden aktuell ein weites Spektrum von Eigenschaften und Bedürfnissen ab:  (Prozentzahl jeweils bezogen auf den Durchschnitt aller Sorten)</p>
<p>Felice mit dem höchsten Stroh- und Faserertrag ((108 bzw. 109%) und sehr guten Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand.  Eher zögerliche Jugendentwicklung verbunden mit einer  mittelspäten Abreife.</p>
<p>Avian weist einen  guten Strohertrag (102%) und sehr gutem Faserertrag (105%) auf, dies bei sehr guter Resistenz gegen Fusarium jedoch nur mittlerer Resistenz gegen Flachsbrand. Avian bietet eine relativ schnelle Jugendentwicklung und frühe Abreife.</p>
<p>Nathalie hat mit überdurchschnittlichem Strohertrag (103%) und einen seht guten Faserertrag bei sehr guten Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand aber vergleichsweise langsamerer Jugendentwicklung aber dafür mittelfrüher Ernte.</p>
<p>Christine bietet einen überdurchschnittlichem Strohertrag (104%) und durchschnittlichem  Faserertrag (102%) bei sehr guten Resistenzen gegen Fusarium und Flachsbrand und vergleichsweise schneller Jugendentwicklung bei geriner Lagerneigung.</p>
<p>Wir wünschen viel Spaß bei eigenen Anbauerfahrungen mit diesen Flachssorten&#8230;.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/ab-mitte-ende-februar-voraussichtlich-neue-flachssorten-im-angebot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Teufelszunge (Amorphophallus konjac) &#8211; eine interessante Nahrungs- und Rohstoffpflanze</title>
		<link>https://shop.flachs.de/teufelszunge-amorphophallus-konjac-eine-interessante-rohstoffpflanze/</link>
		<comments>https://shop.flachs.de/teufelszunge-amorphophallus-konjac-eine-interessante-rohstoffpflanze/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 May 2023 12:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Egon Heger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Seltene Pflanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://shop.flachs.de/?p=4954</guid>
		<description><![CDATA[Die Teufelszunge (Amorphophallus konjac),  ist eine Pflanzenart aus der Gattung  der Titanwurze  innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). In Österreich wird sie auch Tränenbaum genannt. Die Knolle wird Konjakwurzel genannt. Die Teufelszunge ist eine mehrjährige krautige Pflanze.  Dieser Geophyt wächst aus einer Knolle , die bis zu 25 cm Durchmesser erreichen kann. Dabei bildet die Konjakwurzel [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000">Die Teufelszunge (Amorphophallus konjac),  ist eine Pflanzenart aus der Gattung  der Titanwurze  innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). In Österreich wird sie auch Tränenbaum genannt. Die Knolle wird Konjakwurzel genannt.</span></p>
<p>Die Teufelszunge ist eine mehrjährige krautige Pflanze.  Dieser Geophyt wächst aus einer Knolle , die bis zu 25 cm Durchmesser erreichen kann. Dabei bildet die Konjakwurzel im späten Frühjahr ein einzelnes Laubblatt, das an einen Baum in Form eines Regenschirms erinnert, und ebenso hoch wie breit ist. Die Angaben zur maximalen Höhe dieses Blattes schwanken zwischen 1,3 und 2,5 m. Unter norddeutschen Verhältnissen weren nur deutlich geringere Höhen erreicht, insbesondere wenn mehrere  Knollen in einem Pflanzgefäß sitzen. Nach der anfänglichen Wachstumsphase bleibt das Blatt den Sommer über stabil, bis die Nährstoffe im Herbst wieder in die Knolle einziehen. Die Reste des Blattes trocknen aus und lösen sich dabei von der Knolle.</p>
<p>Die Teufelszunge ist eine seltene, aber wenig anspruchsvolle Kübelpflanze. Im Herbst fällt das Blatt in sich zusammen und die Knolle kann kühl, trocken und vor Frost geschützt überwintern. Ab einem Gewicht der Knolle von etwa 500 g bildet sich im Frühjahr eine recht imposante Blüte, die ähnlich streng riecht wie beim großen Bruder Titanwurz  (Amorphophallus titanum).</p>
<p>Die Teufelszunge bildet während der Vegetationsperiode  Tochterknollen, die nach Ablauf der Vegetationsperiode mit der Mutterknolle nicht mehr verbunden sind. Solche Tochterknollen bieten wir Ihnen im <a title="6-8 Stk Konjak-Knollen zum Einpflanzen im Frühjahr" href="https://shop.flachs.de/produkt/6-8-stk-konjak-knollen-zum-einpflanzen-im-fruehjahr/">Shop als Sortiment an</a>. Dies enthält sechs bis acht unterschiedlich große Knollen mit einem Gesamtgewicht größer 70 g.</p>
<p>Die Knolle ist reich an Glucomannanen-Polysaccaride, die im menschlichen Darm nicht gespalten werden und große Mengen Wasser binden. Sie zeigt hervorragende  filmbildende  Eigenschaften und wirkt hydratisierend. Uns ist sie in Zusammenhang mit der Papierherstellung begegnet: Bei der traditionellen Handpapierherstellung in Japan verleiht Konnyaku, eine Mischung von Konjakmehl, Wasser und Kalkwasser, dem Papier Festigkeit zum Färben, Reiben, Falten und für andere Manipulationen wie Momigami. Die Konjakwurzel wird auch häufig für kosmetische Produkte benutzt</p>
<p>Eingepflanzt bis Ende Mai /Anfang Juni erhält man im Oktober/November eine etwa doppelt bis fünfmal so schwere Knolle wie ausgepflanzt sowie kleinere Tochterknollen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://shop.flachs.de/teufelszunge-amorphophallus-konjac-eine-interessante-rohstoffpflanze/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
